Schneelastkarte

Schneelastkarte

 
Die Schneelast auf dem ZIEGLER Dach
 

Wenn die weiße Pracht zur Last wird...

Einige allgemeine Informationen zur Schneelast:

Schneelast ist eine klimatisch bedingte, veränderliche Einwirkung auf Bauwerke. In den Normen werden die zeitlichen und physikalischen Schwankungen der Schneelast berücksichtigt. Die Rechenwerte entsprechen einer mittleren Wiederkehrperiode von 50 Jahren.

Die Schneelast ist abhängig von der geografischen Lage und der Höhe über dem Meeresspiegel. Dazu werden in Deutschland verschiedene Zonen unterschieden. Gebiete mit den geringsten Lasten gehören zur Zone 1, wie z.B. das Rheinland. Die höchsten Schneelasten sind in den Alpen und den deutschen Mittelgebirgen zu finden. Diese liegen in Zone 3. In allen Zonen steigt die Schneelast überproportional zur Höhenlage an.

 

  Schneelastzone 1, (Beispiel: Köln - Höhe ca. 50m üNN)

  sk = 0,19 + 0,91 * ((A+140)/760)²

 Schneelast auf dem Boden ca.0,65 kN/m²

  Schneelastzone 1a, (Beispiel: Regensburg - Höhe ca. 350m üNN)

sk =1,25 * [0,19 + 0,91 * ((A+140)/760)²]

 Schneelast auf dem Boden ca.0,81 kN/m²

  Schneelastzone 2,  (Beispiel: Piskowitz - Höhe ca. 200m üNN)

  sk = 0,25 + 1,91 * ((A+140)/760)²

 Schneelast auf dem Boden ca.0,85 kN/m²

  Schneelastzone 2a, (Beispiel: Stuttgart - Höhe ca. 340m üNN)

sk =1,25 * [0,25 + 1,91 * ((A+140)/760)²]

 Schneelast auf dem Boden ca.1,00 kN/m²

  Schneelastzone 3, (Garmisch-Partenk. - Höhe ca. 700m üNN)

sk = 0,31 + 2,91 * ((A+140)/760)²

 Schneelast auf dem Boden ca.3,90 (kN/m²)


Zur Ermittlung der Tragwerksicherheit wurden die Normen DIN EN 1991-1-3  in Rechenwerte überführt.

Die Schneelast auf dem Dach (si) wird aus der Schneelast am Boden(sk) multipliziert mit einem Formbeiwert berechnet. Der Formbeiwert (μi) berücksichtigt die Dachform und beträgt bei flachen Pultdächern 0,8.

si = μi · sk

µi - Formbeiwert der Schneelast
sk - charakteristischer Wert der Schneelast in kN/m2


Belastungen werden bei der statischen Nachweisführung mit einem Teilsicherheitsbeiwert berücksichtigt. Man unterscheidet ständige Lasten, wie beispielsweise die Eigengewichte der Bauteile oder Dachbegrünung und veränderliche Lasten, wie Schnee und Wind. Beim statischen Nachweis werden unterschiedliche Kombinationen aus diesen Lasten berechnet. Für veränderliche Lasten gilt der Teilsicherheitsbeiwert 1,5. Um die Bemessungslast zu ermitteln, wird die Schneelast auf dem Dach (si) mit dem Teilsicherheitsbeiwert multipliziert. Der statische Nachweis wird für verschiedene Lastkombinationen geführt, unter anderem auch für „außergewöhnliche Lastkombinationen“.

Sonderfall Norddeutsche Tiefebene

Im Winter 1978/79 brachten meterhohe Schneelasten das öffentliche Leben in der Norddeutschen Tiefebene zum Erliegen. Für diese Region wurde deshalb ein Erhöhungsfaktor für den außergewöhnlichen Bemessungsfall eingeführt. Der Teilsicherheitsbeiwert für veränderliche Lasten wurde von 1,5 auf 2,3 erhöht. Obwohl die Regelschneelasten nicht gestiegen sind, gelten damit höhere statische Anforderungen an die Überdachungen in der Norddeutschen Tiefebene.

Und wie hoch ist die Schneelast bei Ihnen?

Erfahren Sie, wie die Schneelast in die Statik der ZIEGLER Überdachungen einfließt. Hier können Sie einen Richtwert zur lokalen Schneelast am Boden (sk) ermitteln.

Genaue Auskunft zur lokalen Schneelast für Ihr Projekt erteilt die zuständige Baubehörde.

 
 
Kostenloser Versand Vorkasse & Rechnung 14 Tage Rückgabe Kostenlose Beratung: 0800 100 49 01