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Stadtbegrünung für urbane Kühlung

Mehr Natur in der Stadt

Extreme Hitzesommer, versiegelte Flächen und zunehmender Klimadruck stellen Städte weltweit vor große Herausforderungen. Besonders dicht bebaute Stadtteile heizen sich stark auf und verwandeln sich in sogenannte „urbane Hitzeinseln“. 

Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass urbane Grünflächen zunehmend an Bedeutung gewinnen – sei es als Dachgrün, Fassadenbegrünung oder klassische Grünfläche am Boden. Ziel von Stadtplanung und Kommunen ist es, die Luftqualität zu verbessern und zugleich das Wohlbefinden der Menschen durch kühlere Temperaturen, Schatten und attraktive Aufenthaltsräume zu steigern. 

In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Pflanzen sich für eine urbane Begrünung eignen, wie smarte Bewässerungssysteme funktionieren und worauf Kommunen, Bauämter und Unternehmen bei der Pflege und Wartung achten sollten. Entdecken Sie praxisnahe Lösungen für die grüne Stadt der Zukunft!

1. Wie definiert man eine grüne Stadt?

Mehr als nur schön: Stadtbegrünung als Strategie für klimaresiliente Städte

Die grüne Stadt der Zukunft verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Ziel ist es Pflanzen systematisch in urbane Infrastrukturen zu integrieren. So entsteht nicht nur ein spürbarer Kühleffekt, sondern auch ein ökologisches Gleichgewicht.

Grünflächen ... 

  • filtern Feinstaub 
  • binden CO₂ 
  • reduzieren Lärm 
  • schaffen Räume für Begegnung

Stadtbegrünung ist damit nicht nur eine optionale Verschönerung, sondern vor allem eine zentrale Strategie gegen Klimawandel und Überhitzung. Sie macht Städte widerstandsfähiger, lebenswerter und attraktiver. 

Vom Dachgrün bis zum Grünstreifen: Stadtbegrünung ist der Schlüssel für klimaresiliente urbane Räume. Jede bepflanzte Fläche in der Stadt – ob klein oder groß – trägt dazu bei, das Mikroklima zu verbessern und die Lebensqualität aller zu steigern.

Beispiel und Nutzen:

Bereich Beispiele Nutzen und Wirkung
Öffentliche Grünanlagen

Parks,
Spielplätze,
Gärten

Erholung, Begegnung, Aufenthaltsqualität, Biodiversität

Straßenbegleitgrün

Baumreihen,
Rabatten,
Mittelstreifen

Ökologische und optische Aufwertung von Verkehrswegen, Verschattung, Feinstaubbindung

Dachgrün und Begrünung für Fassaden

Gründächer,
Kletter- und Rankpflanzen

Gebäudekühlung (Verdunstung und Verschattung), Regenwasserspeicherung

2. Welche Bäume und Pflanzen eignen sich in der Stadt?

Klimafitte Pflanzen für Dach, Fassade und Straßenraum 

Nicht jede Pflanze eignet sich für die besonderen Bedingungen im urbanen Raum. Hohe Temperaturen, versiegelte Flächen, Luftverschmutzung und begrenzte Wurzelräume erfordern eine sorgfältige Auswahl. 

Robuste und pflegeleichte Arten 

Für Dach- und Fassadenbegrünung, Pflanzkübel und Parklets bieten sich hitzetolerante, trockenheitsresistente und pflegearme Pflanzen an. Sie überstehen lange Trockenperioden und tragen gleichzeitig zur Verdunstungskühlung bei. 

Typische Beispiele: 

  • Dachbegrünung: Sedum-Arten, Gräser, trockenheitsverträgliche Stauden 
  • Fassadenbegrünung: Wilder Wein, Efeu, Kletterhortensie 
  • Pflanzkübel und Parklets: Lavendel, Ziergräser, robuste Sträucher wie Liguster

Repräsentative Gestaltung

Neben robusten Pflanzen spielt auch die ästhetische Wirkung eine Rolle – gerade an öffentlichen Plätzen, Parklets oder bei repräsentativen Bauten. Hier können blühende Stauden, Ziergehölze und repräsentative Pflanzkonzepte eingesetzt werden, die die Aufenthaltsqualität und die Identität eines Ortes stärken.

Bäume als Schattenspender und Klimaregulatoren

Straßenbäume sind zentrale Elemente der Stadtbegrünung. Sie spenden Schatten, reduzieren die Oberflächentemperatur von Asphalt um mehrere Grad und wirken wie natürliche Klimaanlagen. Ihre Wurzelsysteme unterstützen die Versickerung von Regenwasser und entlasten so die Kanalisation. Geeignete Arten für Straßenstandorte sind beispielsweise Ahorn, Linde, Amberbaum oder Gleditschie – sie zeichnen sich durch Hitzetoleranz, tiefreichende Wurzeln und hohe Verdunstungsleistung aus.

Geeignete Arten für Grünstreifen sind beispielsweise Ahorn, Linde, Amberbaum oder Gleditschie – sie zeichnen sich durch Hitzetoleranz, tiefreichende Wurzeln und hohe Verdunstungsleistung aus.

Sträucher, Stauden & Kletterpflanzen 

Neben Bäumen spielen auch Sträucher, Stauden und Kletterpflanzen eine wichtige Rolle für die urbane Begrünung. Sie bringen Struktur und Vielfalt in die Pflanzkonzepte, sind vergleichsweise pflegeleicht und lassen sich flexibel in Kübeln, Parklets oder an Fassaden einsetzen. 

  • Sträucher: Schaffen Struktur in Pflanzkübeln und Parklets, z. B. Felsenbirne oder Cornus-Arten 
  • Stauden: Ergänzen Dach- und Fassadenbegrünungen, z. B. Salbei, Sonnenhut oder Katzenminze 
  • Kletterpflanzen: Begrünen vertikale Flächen schnell und effektiv, verbessern das Mikroklima und spenden Schatten

Noch Fragen?

Sie haben Fragen zu den geeigneten Baum- und Pflanzenarten? Wir beraten Sie gern, welche Variante sich für Ihren Außenbereich am besten eignet.

3. Wasserbedarf urbaner Grünflächen


Intelligente Bewässerung: Wasser als Schlüsselressource

Damit Pflanzen in Städten gedeihen können, sind durchdachte Bewässerungs- und Wassermanagementsysteme unverzichtbar. Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Ansätze, die urbane Begrünung effizient und nachhaltig unterstützen.

Bewässerungssysteme

Weitere Wassersammelsysteme für urbane Begrünung

Rigolen für Straßenbäume

Rigolen sind unterirdische Mulden oder Hohlräume, die Regenwasser aufnehmen und versickern lassen. Sie bieten gleichzeitig eine nachhaltige Bewässerung der Straßenbäume und verhindern Staunässe auf Straßen und Gehwegen.

Gründächer mit Retentionsschicht

Gründächer können durch spezielle Retentionsschichten Regenwasser speichern und bei Trockenperioden an die Pflanzen abgeben. Diese Technik unterstützt nicht nur die Begrünung, sondern entlastet auch die städtische Kanalisation.

Kombination mit blauer Infrastruktur

Die Verbindung von Grün- und blauer Infrastruktur schafft synergetische Effekte: Diese Systeme integrieren Regenwasserspeicherung, Versickerung und gezielte Pflanzenbewässerung in einem Konzept. So wird das Wasser optimal genutzt und urbane Grünflächen bleiben vital und widerstandsfähig.

Anfrage

4. Pflege und Wartung von Stadtbegrünung

Regelmäßige Pflege ist der zentrale Hebel, damit Begrünung dauerhaft kühlt, schützt und gut aussieht.
Hier empfiehlt sich ein klarer Pflegeplan mit definierten Intervallen und Zuständigkeiten.

Basis-Pflegemaßnahmen für alle Systeme
Bewässerung

  • sensorgestützt bzw. automatisiert (Tropf- oder Dochtsysteme) 
  • manuelle Kontrollen in Hitzeperioden

Nährstoffe

  • 1 bis 2x pro Jahr Nachdüngung (subtrat- und pflanzspezifisch)
  • Leitwertmessung bei geschlossenen Systemen

Schnitt und Formgebung

  • Verjüngungs- und Erhaltungsschnitt 
  • Windlast und Lichtraumprofil beachten

Schädlinge / Krankheiten bekämpfen

  • visuelle Kontrolle 
  • schonende biologische Maßnahmen

Abflüsse & Abläufe kontrollieren

  • Blätter und Organik entfernen (Dächer, Rinnen, Fassaden) 
  • Überläufe freihalten

Substratpflege

  • Nachmulchen und Top-up bei Extensivdächern und Kübeln (Setzungen ausgleichen)

Sicherheitscheck

  • Befestigungen, Rankhilfen, Geländer, Absturzsicherungen 
  • Wurzelschutz an Bäumen

Pflegehinweise nach Begrünungssystem

Pflegehinweise zur Dachbegrünung
Dachbegrünung:

- Kontrolle Wurzelschutz und Abdichtungskanten - Schutzlagen: Fugenbewuchs entfernen - Retentionsschicht durchlässig halten

Pflege und Wartung von Grünpflanzen in der Stadt
Fassadenbegrünung:

- Kletterpflanzen aus Dachrinnen sowie Lüftungs- und Fugenbereiche fernhalten - Rankseile und Schienen nachspannen - Anstausysteme prüfen

Stadtbegrünung: Pflegehinweise für Pflanzkübel & Parklets
Pflanzkübel & Parklets:

- Wasserreservoirs befüllen - Überläufe testen - Frostschutz (Entleerung) berücksichtigen

Straßenbäume entsiegeln für eine bessere Stadtbegrünung
Straßenbäume:

- Baumscheiben unversiegelt halten - Gießringe und Treegator in Hitzeperioden - Rigolenfunktion prüfen

Empfohlene Intervalle
Sichtkontrolle

  • 14-tägig in der Vegetationsperiode (Apr–Okt) 
  • monatlich im Winter

Bewässerung

  • witterungsabhängig (Sensor-/Wetterdaten) 
  • im Sommer ggf. 2 bis 3× pro Woche bei Neupflanzungen

Schnitt

  • 1 bis 3× pro Jahr je nach Art und Standort (Hecken und Ranker ggf. öfter)
  • technischer Check (Befestigungen/Entwässerung): halbjährlich und nach Extremwetter

Unser ZIEGLER-Experten-Tipp:

Wichtiger Hinweis: Fassadenbegrünung und Dachgrün haben höhere Wartungsanforderungen als rein bauliche Lösungen. Ein klarer Wartungsplan verhindert Folgeschäden und erhält die Kühlwirkung der Stadtbegrünung. Regelmäßige Inspektionen, saubere Abläufe und funktionierende Bewässerungssysteme sichern nicht nur die Vitalität der Pflanzen, sondern verlängern auch die Lebensdauer der gesamten Anlage – ökologisch wie wirtschaftlich.

Zum Online-Shop

Im ZIEGLER-Shop gibt es zahlreiche Überdachungen mit Dachbegrünung im Angebot.

Überdachungen

5. Produkte und Lösungen von ZIEGLER für eine grüne Stadt

Wir von ZIEGLER verbinden Begrünung, Wasser und Stadtmöblierung zu funktionierenden Kühlsystemen im Stadtraum. So entsteht aus punktuellen Maßnahmen eine durchgängige, wartungsfreundliche und messbar kühlende Stadtstruktur – vom Pflanzkübel bis zur begrünten Überdachung. 

Jetzt urbane Kühlung erlebbar machen: mit unseren Pflanzbehältern, intelligentem Baumschutz und leistungsstarker Dachbegrünung – für kühle Plätze, vitale Bäume und eine attraktive Architektur für die grüne Stadt der Zukunft.

Robuste Pflanzbehälter mit großen Substratvolumina – ideal für Plätze, Eingänge und Außengastronomie. Optionaler Wasserspeicher reduziert den Pflegeaufwand und stärkt die Kühlwirkung durch Verdunstung.

Parklets verwandeln einzelne Parkplätze in kleine Aufenthaltsinseln – ausgestattet mit Sitzmodulen, Pflanzkübeln und klimawirksamen Grünflächen. Ideal für Geschäftsstraßen, Gastronomie und verdichtete Quartiere.

Begrünbare Überdachungen verbinden funktionalen Wetterschutz mit spürbarer Klimawirkung. Sie schaffen Schatten, verbessern das Mikroklima durch Verdunstungskühlung und bieten zusätzliche Retentionsflächen für Regenwasser. Ideal für Wartezonen, Eingänge, Plätze und stark versiegelte Bereiche.

Schnelle, elegante Verschattung für Hitzeschwerpunkte. In Kombination mit Pflanzkübeln entsteht der Doppel-Effekt aus Schatten und Verdunstungskühlung.

Sichern Wurzelraum und Barrierefreiheit im Straßenraum. Unterschiedliche Designs, hohe Belastbarkeit – für langlebige, klimawirksame Straßenbäume.

6. Fördermöglichkeiten und rechtliche Grundlagen

So sichern Sie sich Fördermittel für Ihre Projekte

Förderprogramme in Deutschland bieten attraktive Chancen, Projekte der urbanen Begrünung, Entsiegelung und Klimaanpassung finanziell zu unterstützen. Gleichzeitig spielen Normen, Richtlinien und Genehmigungen eine zentrale Rolle, um Ihr Vorhaben sicher und nachhaltig umzusetzen. 

  • Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel (Bund): fördert vorbildliche Maßnahmen für Hitze-, Trockenheits- und Überflutungsvorsorge inkl. Grünräume, Regenrückhalt und Frischluftkorridore.
  • Nationale Klimaschutzinitiative – Kommunalrichtlinie (BMWK): unterstützt kommunale Klimaschutzmaßnahmen (u. a. strategische Konzepte, investive Maßnahmen – je nach Modul). Bitte prüfen, inwieweit Begrünung und Entsiegelung im jeweiligen Aufruf adressiert ist. 
  • Natürlicher Klimaschutz/Begrünung & Renaturierung (KfW): Zuschussangebote für Entsiegelung, naturnahe Grünflächen, Baumpflanzungen – Status und Antragsfenster prüfen.

Da sich Anforderungen und Fristen dynamisch entwickeln, lohnt sich ein früher Blick auf Fördermöglichkeiten und rechtliche Grundlagen – für eine Planung, die von Anfang an zukunftsfähig ist.

6. Unser Fazit

Urbane Kühlung entsteht, wenn Grünflächen, Dachgrün, Fassadenbegrünung und Wassermanagement zusammenspielen: hitze- und trockenheitsfeste Pflanzen, eine wassersensible Infrastruktur und pflegefreundliche Systeme

ZIEGLER-Produkte ermöglichen genau diese Verknüpfung: Sie schaffen verschattete Aufenthaltsorte, schützen Bäume langfristig, integrieren Pflanzvolumen und lassen sich modular kombinieren. So wird aus punktueller Begrünung eine klimaresiliente Stadtstruktur mit messbarer Kühlleistung und hoher Aufenthaltsqualität. 

Die grüne Stadt der Zukunft ist mehr als nur Begrünung – sie ist ein intelligentes System aus Grünflächen, Dachgrün, Fassadenbegrünung und smarter Infrastruktur, das Städte lebenswerter und klimaresilienter macht.

Sie haben Fragen?

Wir unterstützen Sie gern mit einem Konzept-Check, Produktempfehlungen, Ausschreibungstexten oder Förderhinweisen. Nehmen Sie noch heute Kontakt zu uns auf!


Mo–Do 7–18 Uhr und Fr 7–17 Uhr
Anfrage

7. Häufige Fragen zum Thema

Häufig gestellte Fragen und kompakte Antworten
– praxisnah erklärt und leicht verständlich:

Sonnenverträgliche Kletterer (z. B. Wilder Wein, Geißblatt, Kletterhortensie in großen Volumina) sowie trockenheitsresistente Stauden und Gräser in wandgebundenen Systemen.
Wichtig: ausreichendes Substrat, automatische Tropfbewässerung, Hitzestress-Monitoring.

Je mehr Substrat, desto stabiler das Mikroklima und desto geringer der Pflegeaufwand. Gründächer arbeiten mit flachen Schichten; Intensivaufbauten und Kübelbepflanzung benötigen deutlich mehr Volumen.

Regelmäßige Schnitt- und Sichtkontrollen, Pflanzabstände zu Öffnungen und Rinnen einhalten, Rankhilfen gezielt führen, keine unkontrollierte Durchdringung von Fugen und Lüftungen zulassen.

Meist anzeigepflichtig oder genehmigungspflichtig bei Fassaden und Dächern (Statik, Brandschutz, Denkmalschutz). Bäume: lokale Baumschutzsatzung beachten. Entwässerung und Rigolen: Nachweis nach DIN 1986-100 bzw. DWA-A 138-1.

Automatisierte Bewässerung (Sensorik), robuste Arten, größere Substratvolumina, wartungsfreundliche Details.

BMWSB, BMUV, BMWK, KfW. Bitte den Status der Programme und die Aufrufe vor der Antragstellung prüfen.